Montag, 4. Juni 2012

Na klar nehme ich Coupons

Nach der Aufzeichnung seiner Sendung zog er die Krawatte aus, stieg in meine Taxe und wollte nach TXL gefahren werden. Ich habe ihm den Gefallen getan.
Quasseln kann er ja. Ist auch sein Beruf.

Keine Zeit sich zu beeilen

Eine Woche hätte er gebraucht um nach Berlin zu kommen, meinte der Ostfriese.
Ich habe ihn auch noch durch die Stadt fahren sehen. Hat ganz schön Speed gemacht, der Hanomag. Mal ein abwechslungsreicheres Motiv als immer das gleiche Disneyland am Brandenburger Tor. Und natürlich haben ihn die Schausteller hinter seinem "Wohnmobil" schon nach ein paar Minuten dort wieder verjagt. Er würde die Sicht versperren.


Mittwoch, 30. Mai 2012

Kreuzberg meets Alex

Wer Lust und Zeit zum Spielen hat, kann über Google Earth nachvollziehen, von welchem Standort aus ich dieses Foto gemacht habe und zu welcher Kirche diese beiden Kirchturmspitzen gehören.
Nämlich von genau da aus, wo auch dieser Wein wächst.
Endlich habe ich mal einen ergattert.

Sonntags etwas später

Manchmal sind es einfach auch die Feinheiten, die einen guten Taxifahrer ausmachen und die sich durchaus positiv auf seine Einnahmen auswirken können.

Ich stand am Sonntagmorgen um ca. 10 Uhr als Zweiter vor dem Ritz Carlton  als gleich 2 Taxen angefordert wurden. Wir fuhren also rüber und der Kollege vor mir war schon im Gespräch mit einem der Fahrgäste, der ihm einen Zettel zeigte. Er studierte diesen kurz, rief mir zu: "Stasimuseum!" und brauste gleich danach davon. Ich lud in Ruhe meine spanische Kundschaft ein und versuchte noch, an ihm dranzubleiben. (Folgen Sie diesem Taxi. Klappt ja eh nie!) Nu ja, der Kollege hatte einen, sagen wir mal, sehr zügigen, Fahrstil und schaffte es, eine Ampelphase Abstand zwischen uns zu bringen. Auch egal. Ich weiß ja, wo das ist.

Als ich am Museum ankam, hatte der Kollege seine Fahrgäste schon fast alle ausgeladen und schickte sich an, wieder davonzufahren. Mir aber kam das Museum ein bisschen verlassen vor, irgendwie zu und verrammelt. So bedeutete ich dem Kollegen, noch kurz zu warten und und ging zum Eingang des Museums: "Sa und So geöffnet ab 14 Uhr." Wahrlich eine seltsame Öffnungszeit für ein Museum. Und der Zettel, den der Hauptfahrgast mit sich führte, wies dieselbe Öffnungszeit aus.

Also alle wieder rein in die Taxen und zurück zur Museumsinsel.
Fast 30€ Umsatz in weniger als einer halben Stunde mit optimalem Kilometerschnitt.

Ein bisschen Aufmerksamkeit und Fürsorge kann man ja von einem Taxifahrer auch verlangen. Böswillige könnten das natürlich auch geschäftstüchtig nennen.

Dienstag, 29. Mai 2012

Spamschutz im Funkverkehr

Das Teufelchen an der Antenne filtert die Fehlfahrten raus.
Spamschutz für miese Aufträge?

Pfingsten

"An Ostern und an Pfingsten ist der Verdienst am geringsten." Diese alte "Weisheit" unter den Berliner Kollegen hat sich dieses Jahr nicht bestätigt. Ich will ehrlich sein, ich habe lange überlegt, ob ich mir den Pfingstmontag antue. Aber es hat sich gelohnt. 550 Euronen an Umsatz hat mir Pfingsten einschließlich des Samstags beschert.
Die Stadt war wieder knüppeldicke voll und das Wetter zeigte seine sonnigste Seite, was normalerweise ja eher auf lausige Umsätze schließen lässt.
Na ja, so ein bisschen Dusel war auch dabei. Ein bisschen viel sogar. Aber Ende gut, alles gut.
Faszinierend das geringe Verkehrsaufkommen. Wenn man es geschafft hatte, das Verkehrschaos rund um den westlichen Teil Kreuzbergs zu meiden, lief alles flüssig und ohne nennenswerte Beeinträchtigungen.
Bis auf die üblichen Touristenattraktionen natürlich.


Und nach Feierabend habe ich mich selbst belohnt, mit einem Spaziergang nach Hause und einem Feierabend-Bier in lauschiger Atmosphäre.


Ach so, warum man als Autofahrer den westlichen Teil Kreuzbergs meiden musste: Es war mal wieder Karneval in Berlin. Während im Rheinland sich die Menschen rote Pappnasen und Narrenkappen aufsetzen, hat der Karneval in Berlin andere Schwerpunkte.
(Bildergalerie von Berlin.de)


Mittwoch, 23. Mai 2012

Good Party This Evening

"German or English?"

fragte ich den stark tätowierten Fahrgast, der am Hilton einstieg und meinte die Sprache, in der wir uns unterhalten können.

"German, please."

Natürlich war meine Frage falsch gestellt. Die Antwort war ein Reflex, englischsprachige Frage - englischsprachige Antwort. Wir haben uns trotzdem beide über diesen Automatismus amüsiert. Vielleicht wäre aber Englisch doch die bessere Alternative gewesen. Es war ein Österreicher mit sehr ausgeprägtem Dialekt.
(Und er erzählte mir, dass die Berliner nicht die einzigen seien, die Probleme mit einem Flughafen hätten.)

Und noch eine Anekdote mit englischsprachigem Hintergrund:

Meine letzte Tour des Tages ging mit einem Kanadier zum Flughafen. Ich erzählte ihm, dass ich anschließend Feierabend machen werde. Bei dieser Gelegenheit fragte ich ihn, ob es denn im umgangssprachlichen Englisch einen ebenso netten Begriff für "Feierabend" gäbe und übersetzte den deutschen Ausdruck wortwörtlich mit "to make party in the evening." Das war natürlich eine sehr freie und eigenwillige Übersetzung meinerseits, aber es hat ihm so gefallen, dass er mir mit einem Augenzwinkern zum Abschied eine "good party this evening" gewünscht hat.

Etymologischer Ursprung des Wortes.

Dienstag, 22. Mai 2012

Rund um den Schlachthof

Da war noch dieses Ehepaar, das von mir in eine mir unbekannte Straße gefahren werden wollte. Dass man diese Straße als Taxifahrer nicht kennt, waren sie aber schon gewöhnt und hatten gleich einen Stadtplanauszug mit dabei. Es war eine dieser neuen Straßen rund um den alten Schlachthof zwischen Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Lichtenberg, in denen in den letzten Jahren rund um die Eldenaer und Storkower Straße neue Townhouses entstanden sind.
Hier auf Google Maps.

Hässliche Gegend, wenn ihr mich fragt, aber für viele junge Familien so eine Andeutung vom eigenen Häuschen. Na ja, wer's mag.

Meine Kundschaft wollte das Töchterchen besuchen, das am selben Tag Geburtstag hatte. Sie kämen aus einer Kleinstadt in Westdeutschland, wären aber immer wieder gerne in Berlin. So weit so normal.
Töchterchen hätte ja früher in der Nähe des alten Flughafens Tempelhof gewohnt, aber das wäre ja zum Schluss dort nicht mehr auszuhalten gewesen, als das dann dort mit den ISLAMISTEN losgegangen sei. Nur noch EIN DÖNERSTAND AM ANDEREN.
Da stellten sich bei mir ein paar Nackenhaare auf.
Ich fragte nach:

"Meinen Sie diese Menschen in Dönerbuden, die dann von deutschen Rechtsradikalen ermordet werden?"

Kurzes Schweigen. Dann:

"Ja ich weiß ja auch nicht. Bei uns in der Kleinstadt sind alle Ausländer gut integriert. Da hat niemand was gegen Ausländer."


Es leben diese einfachen Weltbilder. Es will mir nicht in den Kopf, wie ausgerechnet die Menschen, die am wenigsten mit Integrationsproblemen konfrontiert sind, dermaßen mit Vorurteilen belastet sind.

Mir mutete dieses Viertel rund um den Schlachthof ziemlich unwirklich an. Das hat doch was von Besserverdienenden-Ghetto-Charakter.  So ganz kann ich nicht nachvollziehen, wie man dort freiwillig hinziehen kann. Auch nicht, wenn ich es mir leisten könnte.
Vielleicht mache ich demnächst einen Fotoausflug in diese Gegend. 

Weitere Links zum Schlachthof:

Montag, 21. Mai 2012

Knapp den Hunni

Der Samstag war der jämmerlichste und lausigste Arbeitstag, an den ich mich erinnern kann.

Einen großen Anteil daran hatte wahrscheinlich das Wetter. Zu schön, um Taxi zu fahren. Aktiv, wie passiv. Und wie immer zu Jahresbeginn, wenn die Temperaturen und die Sonne Berlin zum ersten Mal in einen fast surrealistischen Sonnennebel hüllen, ist das mit der StVO nicht mehr wörtlich zu nehmen.  Angeblich tummelten sich 1 Million Besucher über das Himmelfahrtwochenende  in der Stadt. (Das mit der Million halte ich für stark übertrieben.)

Und sowohl Besucher wie auch Einheimische, also ALLE Verkehrsteilnehmer gleichermaßen, schlenderten völlig merkbefreit und losgelöst über rote Ampeln, träumten einig mit sich und der Welt an grünen Ampeln vor sich hin. Es sei ihnen gegönnt, aber das macht das Leben eines Taxifahrers auch nicht einfacher.

Umsatzmäßig musste ich das erste Mal seit Jahren um den Mindest-Hunni kämpfen und bin erst mit der letzten Fahrt noch mit einem blauen Auge davongekommen.
Und da war ich anscheinend einer der Wenigen, die das geschafft haben, wie ich im sonntäglichen Gespräch mit den Kollegen erfahren habe.

Ganz anders dagegen der Sonntag. Mit zweistündiger Verspätung und ohne große Erwartungen machte ich mich auf den Weg und hatte schon nach wenigen Metern meine ersten Fahrgäste im Auto. Eine Fahrt über den Alex in die Bizetstraße in Weissensee. Die Bizetstraße ist sonntagsmorgens um diese Uhrzeit ein kleines verträumtes Sträßchen: Erwartungshaltung betr.  neue Fahrgäste nullkommanull. Aber manchmal kommt es halt anders als man denkt. Da steht doch tatsächlich ein junger Mensch mit Koffer am Straßenrand, höchst erfreut mich zu erblicken. Zwar war ich noch nicht so richtig wach, aber ich habe ihm natürlich den Gefallen getan, ihn zum Hauptbahnhof zu bringen.

Von dort aus mal am Pariser Platz vorbeigeschaut, man kann ja nie wissen. Stimmt. Nur eine Taxe stand vor dem Hotel. Und 5 Minuten später hatte ich israelische Fahrgäste an Bord, die zum Flughafen Schönefeld mussten. Ich wusste gar nicht wie mir geschah.

Am Ende dieses so furios gestarteten Tages hatte ich mehr als das Doppelte in der Kasse wie am Vortag. Immer wieder für Überraschungen gut, dieses Taxifahren.


Kunst im Taxi

Ein Berliner Kollege hat sich ein originelles Hobby ausgesucht.

Er macht aus weiblichem Fettgewebe und Drüsen schwarz-weiße Foto-Kunst. Und das direkt aus dem Taxi.

http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=10570728

Gut auch der Galerist:

"Das finde ich sehr gut, weil da ist ja das fleischartige etwas zurückgenommen."



 (Ich weiß nicht, wie lange der Beitrag in der ARD Mediathek stehen wird. Wenn jemand einen Tipp hat, wie man das downloaden kann, immer her damit.)

Montag, 14. Mai 2012

Sorry Paris

Wie versprochen, hier ein kleines Stimmungsbild aus Berlin anlässlich des DFB Pokalfinales.

Am Samstag war die Stadt so was von knüppeldicke voll... Berlin war am Rande seiner Kapazitäten angelangt.
Zusätzlich zu den zigtausenden Finalbesuchern kamen noch die Teilnehmer einiger anderer Veranstaltungen. Von Verkehrs f l u s s konnte keine Rede mehr sein.

Wegen des Berliner Frauenlaufs durch den Tiergarten war mal wieder die Straße des 17. Juni ganztägig und die Tiergartenstraße temporär gesperrt. 18.000 Frauen liefen um die Wette, oder einfach nur so.

Das Abgeordnetenhaus von Berlin und der Bundesrat veranstalteten einen Tag der offenen Tür.

Auch der "Hauptstadtflughafen" lud zu sogenannten Publikumstagen.

Zahlreiche (4-5) Demonstrationen und Kundgebungen in West uind Ost machten Straßensperrungen zur Normalität.
Hier stellvertretend der Marsch der Empörten.

(Schaut die Berliner Abendschau)

Fahrgäste allüberall. Man hätte richtig gut Geld verdienen können - wenn man vorwärts gekommen wäre.
Auf wessen Kappe geht denn eigentlich das hier?
Berlin, Stadt der Liebe?

Berlin, echte Liebe?

Der Sonntag lief dann wie erwartet. Tausende Menschen wollten die Rückreise antreten und natürlich ist es mir gelungen, einige davon zum Flughafen zu transportieren. Neben der Analyse des gestrigen Fußballspiels war die Verschiebung des Eröffnungstermins des neuen Flughafens ein Schwerpunktthema meiner Gespräche mit den Fahrgästen.
Ein Kunde fasste zusammen, was die überwiegende Meinung der fliegenden Fraktion meiner Fahrgäste war:

"ich bin dankbar für jeden Tag später, was will ich auf dieser grünen Wiese."

Ob der neue Flughafen wirklich diese Erfolgsgeschichte gibt, für die man uns den immer verkaufen will, lass ich also mal dahingestellt.

Samstag, 12. Mai 2012

Fiiinaaaleee

Wenn es nach dem Fanverhältnis bei mir im Taxi geht, gewinnt Bayern heute mit 2:1. *daumendrück* 
 Aber bitte ohne Verlängerung und Elfmeterschießen. Ich muss morgen früh raus.

Mehr zum Pokalwochenende in Berlin nächste Woche.

Mittwoch, 9. Mai 2012

Mit 'nem Fahrrad zu den Revoluzzern

Eigentlich fehlt mir momentan der nötige drive zum Schreiben, aber das hier muss ich doch noch loswerden. Es ist mir ein Flyer in die Hände gekommen, der Werbung für geführte Radtouren macht. Das an sich ist ja nichts Schlimmes, aber mit der Tour 2 habe ich so meine Probleme:
Arm aber sexy - das wilde Berlin
Entdecken Sie das alternative Berlin: Kreuzberg, Friedrichshain & Treptow. Spannende Route zur East Side Gallery, zu Strandbars & Wagenburgen, Künstlern & Revolutionären, Baumhäusern & Moscheen. Berlin authentisch erleben.

Wer also mal einen Revolutionär vom Fahrrad aus begaffen möchte, nichts wie hin. (Nein, den Mist verlinke ich nicht.)


Montag, 7. Mai 2012

Verspekuliert (2)

Wenn ich morgens ins Taxi einsteige, schalte ich als erstes das Funkgerät ein. Bei unserem altmodischen, aber für mich ganz praktikablen Sprachfunk werden zu jeder Viertelstunde die Vorbestellungen vorgelesen, ja so richtig gelesen und gesprochen.

Vielleicht ist ja was für mich dabei. So war es diesmal auch: Vorbestellung am Schlesischen Tor zu 6 Uhr. Das schaffe ich locker. Natürlich stand am Schlesischen schon einer. Okay, erstmal abwarten. Vielleicht tut sich ja noch was. Wenn ich jetzt abhauen würde und in 5 Minuten die Vorbestellung über den Äther geht und das Schlesische wäre "ohne" - mein Hinterteil würde ganz schön schmerzen, weil ich so heftig in dasselbe gebissen hätte.
Und tatsächlich, zwei Fahrgäste näherten sich der Halte. Natürlich sprachen sie zunächst den ersten Kollegen an. Und eigentlich hätte der sie auch tranportieren müssen, immerhin gilt auch für solche Fälle die Beförderungspflicht.
Tat er aber nicht. Er verwies die zwei an mich.
Sie stiegen ein und ich war schon neugierig, welche Ausrede er sich hatte einfallen lassen:

"Was hat denn der Kollege gesagt?"

"Er hätte eine Vorbestellung."

Da musste ich schon lachen. Die hätte ich dann ja gehabt. Aber was soll's, sollte ich jetzt mit dem Kollegen einen Streit anfangen? Nee, ich nehme es wie es kommt.

Die Tour brachte 11 Euro und ich war eher erfreut über den zügigen Start als irgendwie verärgert über solch einen Umsatzgeier. Ich cruiste anschließend wieder in Richtung Partyzone und bekam noch eine Kurzstrecke. Etwa eine halbe Stunde später kam ich Ostbahnhof vorbei. Mal schauen, ob sich dort während meines Urlaubs etwas getan hat mit der Riesenbaustelle.
Und wer stand da an zweiter Position? Der gierige Kollege von vorhin. Seine so wichtige Vorbestellung ging nur zum Bahnhof. Eine Tour von maximal 7 Euro.

Bin ich ein böser Mensch, wenn ich in solchen Momenten immer etwas Schadenfreude empfinde?

Donnerstag, 3. Mai 2012

Rumgezündelt


Meine (ehemalige) Lieblingshalte am Schlesischen. Wie sieht es da denn aus? Kann man nicht mal zwei Wochen in Urlaub gehen?

Meinen Informationen zufolgende ist in der jetzt mit Brettern vernagelten Ladenwohnung (Korrektur: keine Party) ein Feuer ausgebrochen und hat das ganze Vorderhaus in Mitleidenschaft gezogen.

Diese Ladenwohnung war früher mal das Büro von wem oder was? Na, wer weiß es?

Nachtrag:
Es scheint sogar Verletzte gegeben zu haben. Ich war wohl mit der Überschrift etwas zu flapsig. Sorry an alle Betroffenen.
Und der Kollege, dem das Auto abgebrannt ist (siehe Kommentare) hat jetzt auch den Kopf voll.

Presseartikel:
Berliner Zeitung
XHain.net
Tagesspiegel

Mittwoch, 2. Mai 2012

Sizilien

Sorry, das hat ein bisschen länger gedauert. Das lag zum Einen daran, dass ich meine Fotos im Rohdatenformat (raw) knipse und die immer noch vor der Veröffentlichung  entwickeln muss und zum Anderen daran, dass gestern einfach so schönes Wetter (bis auf die gelegentlichen Gewitter am Nachmittag) war, so dass ich die im Urlaub begonnene Gewohnheit, einen Spaziergang mit dem Genuss eines Cappuccinos im Straßencafé zu verbinden, fortgeführt habe. Und überhaupt, gestern war ja Tag der Arbeit und da arbeitet man nicht.


Unseren Urlaub haben wir auf einem Stück Land verbracht, das vollkommen vom Wasser umgeben ist (das nennt man Insel), mit viel, viel Landschaft, mit vielen, vielen Barockkirchen, vielen kleinen engen Gassen, mit Balkons, auf denen die Menschen ihre Wäsche zum Trocknen aufhängen, mit größeren Städten und kleinen Bergdörfern, zu denen man nur über viele, viele Serpentinenstraßen vorstoßen kann. Und manche gehen an Ostern sehr verschwenderisch mit Lebensmitteln um.
Jede Menge antiker Stätten gibt es da zu bewundern und richtig bekannt ist diese Insel vor allem durch ihren, dieses Jahr schon 6 - 7 mal ausgebrochenen Vulkan.

Sizilien.
Der Ätna von Catania aus gesehen

Ein wirklich reizendes Stück Erde. Mit hervorragender Küche!

Aber zwei kleine kritische Anmerkungen muss ich doch noch machen:

1. Sizilianer, lernt englisch! Es kann nicht sein, dass in einem Land, das mit Tourismus viel Kohle verdient, so gut wie fast niemand englisch spricht. Auch in den Hotels gingen die Englischkenntnisse des Personals manchmal nicht über das Notwendigste hinaus und sogar in mancher Tourist-Information konnten wir uns nicht in englisch verständigen.

Und da wir mit einem Leihwagen Sizilien auf eigene Faust erkundet haben:

2. Mehrfach sind wir Opfer der überaus mangelhaften Wegbeschilderung geworden. Die Ausschilderungen sind eine Katastrophe.


(Die verlinkten Fotoalben bei Picasa sind eine Auswahl, um die Vielfältigkeit dieser Insel hervorzuheben. Es müssen nicht die qualitativ besten sein. Vielleicht komme ich im Laufe der Woche noch dazu, sie mit Bildunterschriften zu versehen. Ansonsten, Interessierte können gerne nachfragen, wo genau jetzt dieses oder jenes Foto aufgenommen wurde.)






Montag, 30. April 2012

Urlaub 2012

Dem aufmerksamen Leser ist es natürlich nicht entgangen. Das Cab-log war mal wieder unterwegs und hat sich Taxis in einem anderen Land angeschaut.

Und ich bin am 14.04.2012 zum allerletzten Mal in meinem Leben vom Flughafen Tegel (TXL) gestartet. Das musste natürlich dokumentiert werden.


Wo dieser Flieger dann gelandet ist, demnächst mehr hier in diesem Blog.
Jetzt nur soviel: Dort stehen die Taxen auch mal blöd im Weg rum.

Donnerstag, 12. April 2012

Mitgehört (17)

Zwei muttersprachlich junge Deutsche im Gespräch. 

"Ich bin der personal assistant von (*Nameeines bekanntendeutschenShowmasters*). Früher habe ich in Charlottenburg gewohnt. Aber das war boring. Hier die corner ist nice."

"Yes, sehr nice."

Hey people, merkt  ihr eigentlich wirklich nicht, how stupid sich euer aufgeblasenes Getue anhört?

Mittwoch, 11. April 2012

Verspekuliert

Da hat er sich ganz schön angeschissen, der umsatzgierige Kollege.

Nach fast einstündiger Anstehzeit war ich nun Zweiter in der Schlange vor dem Hilton. Eine Vierergruppe kam aus dem Hotel und näherte sich der Taxihalte. Mit etwas Abstand dahinter folgte ein Pärchen mit den von uns so geliebten Rollkoffern.
Einer der Vierergruppe sprach den Kollegen vor mir an und wandte sich achselzuckend wieder ab. Und so landeten die vier bei mir.
Inzwischen waren die Rollkoffer auf Höhe des Kollegen - und liefen an ihm vorbei. Die vier dagegen stiegen bei mir ein und wir hatten eine nette 13€-Fahrt, während der Kollege dumm aus der Wäsche schaute. Er hatte sich mit der Ablehnung meiner Fahrgäste in Hoffnung auf eine Flughafenfahrt mit den Koffern mächtig verspekuliert.
Ich muss zugeben, ein bisschen Schadenfreude konnte ich mir nicht verkneifen.

Dienstag, 10. April 2012

Blaues Strohfeuer

(Gleich vorab, dieser Beitrag wurde mit einem ironischen Augenzwinkern erstellt und sollte auch so verstanden werden.)

Der wohl bekannteste Blogger Deutschlands gab sich am Sonntag die Ehre und besuchte das Hotel Adlon. Und natürlich fuhr er standesgemäß direkt vor den Hoteleingang und ließ sein farblich verschandeltes Auto vom Personal parken.
Lieber Sash, wenn du das Ding tatsächlich gewinnen solltest, von mir aus rasier dir einen Irokesen, von mir aus färb dir den auch rot, blau oder türkis. Aber niemals verschandle ein Auto mit  so einer  Farbe, nicht mal zu Marketingzwecken. Als das Ding am Adlon vorfuhr, war mein erster Gedanke: Kommen also auch die Zuhälter schon zum ersten Hotel am Platz?



Samstag, 7. April 2012

Happy Feather

Nein, in Berlin hat es heute nicht geschneit. Das sind die Reste von, na was wohl?
Schon mal dagewesen.

Ach so, frohe Ostern allerseits.

Donnerstag, 5. April 2012

Panke, Brecht und Trichinentempel

Spannend sind für einen Taxifahrer, der normalerweise seine Stadt nur über die offiziellen Straßen kennt, immer wieder die "anderen Wege" und die "hidden places".

Schon mal was vom "Trichinentempel" gehört?  Nein? Höchste Zeit.

Anatomisches Theater der Tierarzneischule.

Aber der Reihe nach:


Ausgangspunkt: Die Friedrichstraße
Eigentlich waren wir auf den Spuren der Panke. (ellenlanger Artikel)

Und hier haben wir ihre Mündung in die Spree gefunden.
Weiter Richtung Norden. Auf der anderen Uferseite ein neues Bauprojekt.

Was ganz was Neues: Exklusive Eigentumswohnungen.
Aus Kottbusser Friedrichstr HU Campus Nord Trichinentempel Panke

Mittendrin: Bertolt Brecht am gleichnamigen Platz

Nächste Station - der Bunker. Nach der "Wende" ein Mekka der Hardcore Technofans. Heute ein Privatmuseum (Für weitere Informationen Bild anklicken und eins weiter. Und vielleicht gleich beim Picasa-Album bleiben? Dort steht auch so einiges) Upps, das geht ja gar nicht. Sorry.

Aus Kottbusser Friedrichstr HU Campus Nord Trichinentempel Panke

Und jetzt kommt das für mich Unbekannte. Ein kleiner Fußweg rechts am Bunker entlang führt zum HU Campus Nord.
Hier ist die Panke zum ersten Mal sichtbar.
Aus Kottbusser Friedrichstr HU Campus Nord Trichinentempel Panke

Und jetzt wird es spannend. Der "Trichinentempel" ist fast fertig, nach längerer Renovierungszeit. (Muss ich jetzt darauf hinweisen, dass es noch mehr Bilder in meinem Fotoalbum gibt?)
Aus Kottbusser Friedrichstr HU Campus Nord Trichinentempel Panke
Diesen Anblick wiederum kennt man als Taxler ja genau.So sieht der Haupteingang zum Gelände Campus Nord von der Luisenstraße her aus.
Aus Kottbusser Friedrichstr HU Campus Nord Trichinentempel Panke


Aber was laber ich denn hier soviel, schaut euch doch das ganze Album direkt auf Picasa an.

Dienstag, 3. April 2012

Laufsaison ist eröffnet

Am Sonntag wurde mit dem Halbmarathon die Laufsaison in Berlin  eröffnet. Viele weitere Lauf- und Fahrradveranstaltungen werden folgen.

Ich betrachte diese Veranstaltungen, bei denen immer Großteile der Innenstadt für den Fahrzeugverkehr gesperrt sind, mit gemischten Gefühlen. Einerseits sind da nicht viele Kollegen auf der Straße, weil sie genervt sind ob der vielen Sperrungen und mich ärgert das ja auch. Andererseits: Der Umsatz stimmt immer.

Gefragt ist eine gute Ortskenntnis (diesmal nicht der kürzeste Weg, sondern wie kommt man überhaupt ans Ziel?) und vor allem die Informationen über die Schlupflöcher. So ein bisschen Kreativität ist nicht von Schaden und das Eine oder Andere geht halt einfach nicht.

So gibt es aus der City Ost heraus meistens das Schlupfloch Tiergartentunnel. Der auch diesmal wieder offen war. Also kein Problem z.B. vom Hilton am Gendarmenmarkt zum Flughafen nach Tegel zu kommen.

Ich würde mir wünschen, dass diese Information auch bei den Hotelbediensteten ankommt.
Ich habe mit diesem, für einen Taxifahrer eigentlich selbstverständlichen Wissen, vielen Fahrgästen zu einem pünktlichen Abflug verholfen, während die Infos von Hotelangestellten und eines Polizisten mehr als dämlich waren. In einem Hotel hatten Fahrgäste die Auskunft erhalten, sie würden NUR mit der U-Bahn und anschließendem Taxifahren dorthin kommen. Der Polizist war aber noch "klüger" mit seiner Ansicht, das ginge nur mit Öffentlichen. Ja iss klar. Die Busse fahren natürlich wie immer.
Warum überlasst ihr das denn nicht den Profis?

Der Umsatz war sogar für solch einen Tag ungewöhnlich. Genaue Angaben gibt es bei mir natürlich nicht, nur soviel - ab 250€ wird es anstrengend.

Diesen Lauf gewonnen haben übrigens ein Kenianer und bei den Frauen eine Kenianerin.

Montag, 2. April 2012

Bilderrätsel (24)

Die Flagge welchen Landes flatterte da am Samstag, den 31.3.2012 am Pariser Platz?
Und wie hieß der Staatsgast?
Kommentare bleiben diesmal offen.

1. April ist Besuchstag für Taxibusse aus München

1. April 2010.
Reinhold besucht Berlin.

Regelmäßige Taxiblog-Leser wissen es: Reinhold aus München fährt einen VW Bus.

1. April 2012, Pariser Platz:
Ähm, nichts gegen einen erneuten Besuch von Reinhold, aber kann er das denn nicht rechtzeitig ankündigen?

Kurz bei Facebook nachgeschaut. Sein aktuellster Beitrag zu dieser Zeit war

"Guten Morgen. Am Sonntag um 4 Uhr aufstehen. Und das ist kein Aprilscherz. LEIDER!"

Das würde zeitlich passen. Aber nein, Reinhold würde sich nie, NIE mit der Berliner Polizei anlegen.
Ob diese unbekannten Besucher aus München sich auch solche Mützen gekauft haben?

Und apropos 1. April:
Aro, ein Kollege aus Berlin, ist da einer großen Sache auf der Spur.

P.S.
Ende Juni bin ich dran, mit einem Besuch in der bayerischen Landeshauptstadt.


Donnerstag, 29. März 2012

Vorfahrt achten, mal anders rum

Immer wenn ich an dieser Ampel stehe, überlege ich: 
I r g e n d w a s stimmt hier doch nicht.
Nicht irgendwo, sondern am Rande des Regierungsviertels. Das hängt nicht einfach nur schief rum, das ist richtig in dieser Stellung vernietet.

Montag, 26. März 2012

Hallali

Ein Fahrgast von gestern
Was der Münchener Kollege Reinhold  wohl mit ihm gemacht hätte?

Des Rätsels Lösung:

Nein, das ist keine Werbung. Im Gegenteil, ich halte das Getränk für widerlich.
Und mit der Agentur, die dieses Gesöff in jüngerer Vergangenheit so gepuscht hat, habe ich so meine Erfahrungen - und die sind nicht positiv.

Mittwoch, 21. März 2012

Internationaler Tag gegen Rassismus

Heute ist der Internationale Tag gegen Rassismus. Jemand was mitgekriegt in Funk, Fernsehen und Presse?
In Berlin haben an verschiedenen Orten Kundgebungen stattgefunden. Eine davon in Kreuzberg.


Warum am 21. März?

Eine Gegebenheit am Rande:
Eine ältere Dame drückte mir ein Flugblatt in die Hand. "Ich bin Iranerin, meinen Sie, von dieser handvoll Menschen lassen sich die Nazis beeindrucken?"

Ehrlich gesagt, ich weiß auch erst seit gestern, dass einen solchen Tag gibt.
Artikel in der Taz.

Und bei ihm hier habe ich mich beschwert, dass die heutigen Aktionen in der gestrigen Abendschau nicht mal am Rande erwähnt wurden.

Der nächste Winter kann kommen

Da musste ich mal wieder das Auto am Schichtende bei Mercedes abgeben. Das passt mir manchmal ganz gut in den Kram, man ist dann etwas flexibler mit seinem Feierabend.

Aber was soll es denn haben? Keine Serviceanzeige im Display und auch sonst sind mir keine Besonderheiten aufgefallen. Also keine, die einen Werkstattaufenthalt notwendig machen würden.

Der Nachtpförtner vor Ort ist ein gesprächiger Mensch und wahrscheinlich froh, jemanden zum quatschen gefunden zu haben. Ihn frage ich nach den Gründen der Einweisung.

"Da steht Motornebengeräusche überprüfen."

"Okay, habe ich nichts bemerkt, in der Schicht."

"Und weiter Sitzheizung links überprüfen. Sitzheizung rechts überprüfen."

Ja, das war mir im Januar aufgefallen Bei -20°C habe ich vergeblich versucht während einer längeren Wartezeit mir wenigstens den Hintern zu wärmen . Allerdings bei den jetzigen +20°C braucht man sowas ja garantiert nicht mehr.

Gutes timing, Cheffe. Vorausschauendes Denken. Hoffentlich hält die Reparatur bis zum nächsten Winter.

Dienstag, 20. März 2012

GPS on Board

"Do you have GPS on Board?"

Vier asiatisch aussehende junge Menschen, so um die Mitte zwanzig, fragten mich das noch vor dem Einsteigen.
Was gibt das denn jetzt - längere Tour nach ausserhalb?

"Sure"

Sie stiegen ein und drückten mir einen Berliner Stadtplan in die Hand, auf dem die Georgenstraße eingekreist war. Äh, wieso GPS? Kurze Tour an die Friedrichstraße Ecke Georgenstraße.

"We are looking for a very, very good restaurant with German cooking. Can you recommend these restaurants?

Eine andere mischte sich ein:

"You said,  you've got GPS on Board. Could you please look for the best one."

"The best German cooking is at my mother's home. But I think, you'll find something you will like in this street."

Was soll ich großartig über die verschiedenen regionalen Unterschiede des "German cookings" und vor allem über den Sinn und Zweck von GPS Sateliten diskutieren: Die Georgenstraße ist voll mit Lokalitäten "Berliner Küche" oder "Deutsche Küche". Die werden schon was gefunden haben, das ihnen exotisch genug vorkommt.

Ich bevorzuge ja nach wie vor die schwäbische Küche. Kochen können sie ja tatsächlich, die Schwaben.

Montag, 19. März 2012

Das Bundespräsidenten-Wahlmenschen-abholen-Dingens

Ich hatte ja so meine Bedenken gegen dieses Bundespräsidenten-Wahlmenschen-Abholen-Dingens in der Dorotheenstraße. Bestimmt wieder völlig chaotisch und unorganisiert, dachte ich.

So sah es aus, als ich dort aufschlug.
Lt. Zeitstempel der Fotos 26 sec später so (okay, ein bisschen gezoomt).

Weitere 30 sec später war ich wech.
Na geht doch.


Freitag, 16. März 2012

Wahl des BP

Wer von den Berliner Kollegen am nächsten Sonntag zu arbeiten gedenkt, hier ein Hinweis aus einer Newsletter Mail von Taxi Berlin:
"Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

zur bevorstehenden Bundesversammlung am So 18.03. möchten wir Euch folgende
taxirelevante Eckdaten zur Kenntnis geben:

Anfahrt mit Teilnehmern der Bundesversammlung am Sonntag zum Reichstag ist NUR über die Wilhelmstr. in die Dorotheenstr. möglich (Dorotheenstr. und Scheidemannstr. sind am So Einbahnstr. Richtung Tiergarten/Westen).


Bitte die Fahrgäste dann Reichstag Süd in der Scheidemannstr. absetzen, ein Befahren des Ebertplatzes ist in keinem Falle möglich.


Abfahrt dann bitte weiter geradeaus über die Scheidemannstr. (wenden nicht möglich).


Beginn der Bundesversammlung ist 12:00h.


Ab 14:00 wird in der Dorotheenstr. ein Halteplatz für die Abfahrt der Teilnehmer der Versammlung mit Taxi nach Veranstaltungsende eingerichtet.


Zufahrt zum Halteplatz wiederum nur über Wilhelmstr. in die Dorotheenstr. möglich (Dorotheenstr. ist weiter Einbahnstr. ab Wilhelmstr. Richtung Tiergarten/Westen).


Eine Leitstelle von Taxi Berlin ist am Halteplatz vor Ort, bitte den Anweisungen der Leitstelle Folge leisten.


Möglicher Bedarf in der Dorotheenstr. am dortigen Halteplatz nach Ende der Bundesversammlung kann ab ca. 15:00h sein, dies hängt von der Anzahl der benötigten Wahlgänge ab.


Bedarf an Fahrzeugen am Halteplatz in der Dorotheenstr. wird dann über die Displays bekanntgegeben.


Freundliche Grüße,


Euer Taxi Berlin-Team."
Ob ich mich dort postieren werde? Hmm, kann schon sein. Immerhin werden dort ca. 1240 Menschen rauskommen. Und der ein oder andere wird wohl schon 'ne Taxe brauchen. 
Aber wahrscheinlich gibt das sowieso nur das übliche Chaos. Vielleicht ist man am Pariser Platz besser aufgehoben?
Oder man schaut, dass man sich in eine ganz andere Ecke Berlins verkrümelt. Die üblichen Fragen für einen Taxifahrer bei Veranstaltungen in dieser Größenordnung.

Dienstag, 13. März 2012

Desillusioniert

Eine kurze Fahrt vom Pariser Platz zum Hbf mit einem älteren Ehepaar.

Sie:
"Und, haben Sie den Herrn Wulff auch schon mal gefahren?"

Wie bitte?

Ich:
"Nein, der hatte doch seine Freunde, die das für ihn machten."

Sie:
"Sie als Berliner Taxifahrer haben aber doch bestimmt schon Politiker gefahren."

Keine Lust jetzt das Prinzip des Taxi-Bundestagsfahrers zu erläutern.

Ich:
"Nee, mit denen habe ich nichts zu tun."

Sie:
"Aber doch bestimmt schon ein paar Prominente."

Ist mir jetzt zu blöde diese Unterhaltung.

Ich:
"Wissen Sie in einem früheren Leben war ich mal Bühnentechniker bei Fernsehshows und so. Da hat man irgendwann genug von Prominenten."

Sie:
"Ja, da wird man bestimmt einiger Illusionen beraubt."

Um Gottes Willen, welcher Illusionen denn.

Herr, lass Bildung regnen, die über RTL und Bunte Niveau hinausgeht.

(Dieser Post klingt arrogant, wahrscheinlich ist er es auch.)

Montag, 12. März 2012

Taxis am Ostbahnhof (Daylight)

Der Sash hat seinen Unmut über die beknackte Übergangsregelung der Taxihalteposition am Ostbahnhof ja schon kundgetan.
Ausgangspunkt für deren Verlegung sind die Bauarbeiten für den Umbau des Bahnhofvorgeländes.

Bilder im Vorbeifahren am Samstagmorgen vom Stralauer Platz aus (gegenüber des Ostbahnhofs)

Am Samstag bin ich nur vorbeigefahren, um mich am Tage von Kollegen über die Situation dort aufklären zu lassen. Neugierig geworden, habe ich am Sonntagmorgen dann mal vorbeigeschaut. Und was sehe ich? Auf den ersten Blick alles beim Alten. Die Taxen stehen da, wo sie immer stehen - direkt vor dem Bahnhof.
Das war allerdings nur der erste Eindruck. Bei genauerem Betrachten stellt man fest: Die dürfen da gar nicht stehen. Die Straße "Am Ostbahnhof" ist für die Dauer der Baustellentätigkeiten zu einer zweispurigen Straße geworden und die Taxihalte-Verkehrszeichen sind durchgestrichen. Aber wohin haben sie die verlegt?
An das andere Ende des Bahnhofs, dort wo die Taxen von den Kunden garantiert nicht gefunden werden können. Und sich zumindest am frühem Morgen auch keiner positioniert. Warum auch? Welcher potentielle Fahrgast, der vielleicht seine Bahn verpasst hat und zum Flughafen will, latscht denn mit Gepäck dorthin?

Die Menschen, ob sie Taxibedarf haben oder nicht, kommen hier oben aus dem Bahnhof raus.
Dort herrschen jetzt anscheinend Zustände wie im Wilden Osten Westen. schreibt der Sash

Keine Ahnung wie es denn tagsüber weitergeht (stelle ich mir grauenhaft vor). Ich habe dann ganz schnell das Weite gesucht, um mich nicht in die Gefahr zu begeben, einen oben illegal ladenden Kollegen anpöbeln zu müssen.

Der Daniel hatte beim ersten Wutausbruch vom Sash eine, wie ich finde, gute Idee:

Bestreiken! Boykottieren!

Zumindest mal eine zeitlang. Presse informieren und ein bisschen Medienrummel organisieren. Das kann so nicht angehen. Das ist ein unzumutbarer Zustand. Warum sind denn eigentlich wir Taxifahrer immer die letzten in der NahrungsKette?

Ich für meinen Teil habe beschlossen, den Bahnhof nicht mehr anzufahren. Obwohl ich ihn am WE am frühen Morgen gerne benutzt habe. So ein Hauen und Stechen um Kunden ist nicht gut für meinem Blutdruck. Schade eigentlich, eine Möglichkeit weniger Geld zu verdienen.

Und bei der Gelegenheit: Es gab bisher übrigens keine legale Möglichkeit, an diesem Bahnhof seine Fahrgäste auszuladen. Vielleicht wurde das dieses Mal bei der Planung der Neugestaltung des Vorplatzes (eines in dieser Form erst seit ca. 10? Jahren existierenden Bahnhofs) berücksichtigt?

Ich denke, eher nicht.

Donnerstag, 8. März 2012

Over...

Hat noch jemand jetzt schon einen Ohrwurm?


via

Streicht den Zapfen.

Mittwoch, 7. März 2012

In der Falle

Und jetzt einen Funkauftrag. Halleluja.
In der Falle